Freie Selbstverteidigung

Die Freie Selbstverteidigung gliedert sich in die Teilbereiche Griffvermeidung, Griffbefreiung, Waffenabwehr und Ringkampf.

In der „Freien Selbstverteidigung“ kommt nun alles zum Einsatz was uns im Ernstfall schützen und verteidigen kann. Wenn wir uns auf der Straße unserer Haut erwehren müssen, gelten keine Wettkampfregeln mehr. Es gibt keinen „Sportlich fairen Gegner“. Wir haben keine Zeit mehr über Techniken nachzudenken, sondern müssen agieren. Sich zu verteidigen bedeutet immer auch, sich in einer Stresssituation zu befinden. Und wer in einer solchen Situation die Nerven und kühlen Kopf bewahren will, erreicht dies nur durch kontinuierliches , nachhaltiges Training! Dazu gehört auch das realistische Üben mit einer gewissen Härte. Nur wer Schmerzen kennt wird im Ernstfall nicht gleich umfallen wenn er einen Treffer seines Angreifers einstecken muss.

Die Esdo Selbstverteidigung schließt den Kreis von Schlag- und Tritttechniken über Wurf– und Hebeltechniken bis zum Bodenkampf. Es gibt dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten die mehr oder weniger „praxistauglich“ sind. Wunderschön anzusehende Hebelketten sind die Technik-Highlights auf Vorführungen und Meisterschaften doch eignen sie sich wirklich auch dazu, sich auf der Straße zu verteidigen? Da muss es meist schnell und effektiv zur Sache gehen, einen Griff, der mir entgleitet kann ich mir nicht leisten! Ich empfehle meinen Schülern immer, sich die für sie persönlich praktikabelsten Techniken auszuwählen und diese immer und immer wieder zu trainieren um damit im Falle ihrer Verteidigung intuitiv arbeiten zu können. Es ist besser zehn Techniken perfekt zu beherrschen als fünfzig Techniken mehr schlecht als recht ausführen zu können.

Aus dieser Erkenntnis heraus integrierten wir die Kunst des Kyusho in unsere Esdo-Techniken.

Kyusho Jitsu ist eine Kunst, welche auf den Angriff auf vitale Punkte des Körpers ausgerichtet ist. Diese Punkte werden auch in den östlichen Heilkünsten gebraucht. Sie werden dort sowohl Druckpunkte als auch Akkupressurpunkte genannt. Übersetzt heißt Kyusho so viel wie „Erste Sekunde“. Das bedeutet, dass bereits in der ersten Sekunde des Konflikts die 

Kontrolle in den Händen des Anwenders des Kyusho liegt. Dazu werden die schwächsten Strukturen der Anatomie benutzt, um dem Körper Ausfallerscheinungen beizubringen. Ein wichtiges Grundelement des Kyusho ist das Studium der Reaktion des Körpers auf diese Punkte. Das Sammeln dieses Wissens über die Anatomie des Menschen ist ein wichtiger Teil von Kyusho und ein Studium für sich. Anstatt von Kraft Gebrauch zu machen, nutzt man die Kenntnisse über den menschlichen Körper um einen Angreifer zu kontrollieren oder zu überwältigen. Kyusho Anwender kennen keine Abwehr. Alle Techniken werden als Angriffe auf Druckpunkte gesehen. Ziel ist es, jemanden mit minimalem Energieaufwand unter Kontrolle zu bringen oder Bewusstlos zu machen. Die korrekte Anwendung des Kyusho verhindert die Feststellung jeglicher äußerer körperlicher Verletzung. Man bedient sich der Schwachstellen des menschlichen Körpers. Dabei handelt es sich um Stellen, die im Nerven- oder Gefäßsystem zu finden sind. Werden diese bestimmten Stellen oder Zentren bearbeitet, werden interne Körperstrukturen in Mitleidenschaft gezogen. Das Angreifen von Druckpunkten am menschlichen Körper hat mindestens drei Funktionen. Bereichskontrolle, Generierung von Schmerzen und öffnen weiterer Ziele am Körper. Durch Einsetzen der Druckpunkte an Nerven und Gefäßen erreicht man einen sehr großen Effekt für die Selbstverteidigung. Wir arbeiten vornehmlich mit 30 der effektivsten Druckpunkte, die als Ziele in unsere Verteidigungstechniken integriert sind. 

 

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